Auf Searchengineguide habe ich einen großartigen Artikel darüber gefunden, welche Dinge man verinnerlichen sollte, um sich als ein echter SEO bezeichnen zu können. Diesen möchte ich gerne ins Deutsche bringen und um weitere, eigene Einschätzungen ergänzen.
Folgende Eigenschaften solltest du idealerweise mitbringen, um ein guter SEO zu werden.
Den Wunsch HTML zu lernen
HTML-Kenntnisse helfen dir, die technische Struktur einer Webseite und die Art und Weise wie der Google-Bot eine Webseite indexiert, zu verstehen. Selbstverständlich musst du deshalb aber nicht zwangsläufig perfekt HTML können. Ob es hilft? Absolut! Aber glaube nicht, nur weil du keine komplette Homepage programmieren kannst, wärst du kein SEO.
Das Analysieren von Suchmaschinenalgorythmen
SEOs müssen wissen, wie Suchmaschinen bzw. dessen Algorythmen sich über die Zeit ändern, doch wie viel Analyse ist wirklich notwendig? Einige SEOs haben fast schon eine religiöse Beziehung zum Dokumentieren, Analysieren und Testen jedes Details eines Algorythmus. All das wird natürlich wiederholt wenn ein Update ansteht, so wie beispielsweise das Panda-Update. Andere wiederum verfolgen längerfristige SEO-Strategien, die nicht von jeder Algorythmusänderung betroffen sind. Nur weil du diese Änderungen nicht so stark verfolgst wie andere, heißt das nicht das du kein SEO bist.
Die Ausdauer Patente zu lesen
Bewundernswerterweise gibt es einige SEOs, die immer am Puls der Zeit sind und sich auch nicht davor scheuen Suchmaschinen-Patente zu lesen. Diese wissen dann als erstes, was möglicherweise bald für Updates auf die Szene warten und können entsprechende Schlüsse bereits im Voraus ziehen. Dies jedoch nur möglicherweise. Denn nicht jedes Patent resultiert tatsächlich in einer Algorythmusänderung. Falls dich SEO-Patente nicht interessieren, heißt das nicht das du kein SEO bist.
Die Leidenschaft am Linkaufbau
Jeder SEO sollte wissen, wie Linkaufbau funktioniert, doch einige sind weitaus besser darin als andere, was aus einem gewissen Talent und natürlich Erfahrungswerten resultiert. Als SEO sollte man den standardmäßigen Linkaufbau ebenso wie den professionellen Linkaufbau sowie dazugehörende Konzepte und Strategien verstehen und entwerfen können. Wenn du nicht ständig Links aufbaust heißt das jedoch nicht gleich, dass du dich nicht zum SEO eignest.
Die Fähigkeit, Analytics-Reportings auszuwerten
Google Analytics ist die beste Methode um herauszufinden, ob deine SEO-Maßnahmen sich im Nachhinein auch gerechnet haben und ob die gewünschten Effekte deiner Planung eingetreten sind. Auch wenn Analytics nicht direkt mit der Optimierung deiner Seite zu tun hat, ist es unerlässlich zur Überwachung und Auswertung der Maßnahmen. Wenn du mit der Einrichtung von Google Analytics nicht so vertraut bist, heißt das nicht das du kein SEO bist.
Das Befolgen der Suchmaschinen-Richtlinien
Die Suchmaschinen-Richtlinien sind genau das wie sie bezeichnet werden: Richtlinien. Das heißt, dass es sinnvoll ist sicher zu sein das deine SEO-Strategie keine der Richtlinien verletzt, um mit deiner Webseite nicht abgestraft zu werden. Andererseits sind einige der Richtlinien von Suchmaschinen weitgehend selbsterklärend, wenn du diese nicht vollständig gelesen hast, bedeutet das also nicht, dass du kein SEO bist.
Die Fähigkeit sich in Blackhats hineinzuversetzen
Dieser Punkt soll keinen Aufruf darstellen Blackhat-Methoden anzuwenden. Jedoch gibt es Nischen in denen es sehr schwierig ist gute Positionen zu erreichen. Du solltest dich daher in die etwaig eingesetzten Blackhat-Methoden deiner Konkurrenten hineinversetzen können, um diese entlarven zu können. Wenn du kein Experte im Bereich “Blackhat” bist, heißt das nicht das du kein SEO bist.
Die Freude am variantenreichen Content verfassen
Die häufig unterschätzte Kunst des Texteverfassens ist ein Muss für Texter, nicht jedoch zwangsläufig für SEOs. Helfen diese Kenntnisse jedoch beim Anreichern von Texten mit bestimmten Keywords sowie bei der Erstellung relevanter Inhalte, werden sie von Vorgesetzten gerne als Aufgabe für Auszubildende und Praktikanten abgegeben.
Das Verständnis für Usability und Conversion-Optimierung
Auch wenn es für SEOs nicht unbedingt im Mittelpunkt steht, ist es sinnvoll über Usability und Conversion-Optimierung Bescheid zu wissen und eine Seite auf diese Aspekte hin zu untersuchen, bevor man mit der eigentlichen Suchmaschinenoptimierung beginnt. Wenn du über Usability und Conversion-Optimierung noch nicht so viel weißt, heißt das nicht das du kein SEO bist.
Ergänzung: Das Interesse an der Szene und anderen Blogs
Meiner Meinung nach sollte über diese Eigenschaften hinaus auch das Interesse an der Szene insgesamt und anderen Sichtweisen bestehen. Häufig wurden Schlüsse schon gezogen bevor man sich einem bestimmten Aspekt eines Themas gewidmet hat und man muss das Rad nicht mehr neu erfinden. Dennoch ist es natürlich immer ratsam, eigene Beobachtungen zu machen. Um sich mit der SEO-Szene zu vernetzen kann man beispielsweise die Google Plus-Liste der deutschen SEOs von Patrick Klingberg sowie die deutsche SEO-Liste von Facebook und Twitter von SEO-United auf interessante Persönlichkeiten absuchen.


